Bei Designbelägen handelt es sich um mehrschichtige, laminierte Produkte, die in der sogenannten Sandwich-Methode hergestellt werden.
Beispiel Aufbau und Herstellung eines heterogenen Designbelages:
Der Belag besteht aus einer Trägerschicht, Stabilisierungsschicht, Fotofilm und der Nutzschicht. Viele Beläge bekommen werkseitig noch eine PU-Beschichtung. Die einzelnen Schichten werden zusammen gelegt und bei ca. 150°C über mehrere Stunden miteinander verpresst. Anschließend wird der Belag klimatisiert, eventuell PU-beschichtet, noch einmal klimatisiert, gestanzt und verpackt.
Materialspespezifische Eigenschaften: Heterogene Designbeläge bestehen aus thermoplastischen Kunststoffen und haben vorwiegend fadenförmige Makromoleküle. Diese Molekülketten sind thermisch zu beeinflussen und daher warm verformbar. Hieraus resultiert die Tatsache, dass PVC-Bodenbeläge auf Temperaturänderungen mit Maßänderungen reagieren.
Die unterschiedlichen Schichten der Designbeläge können das Maßänderungsverhalten des Bodenbelages zusätzlich ungünstig beeinflussen. Als Folge besteht die Gefahr von Fugenbildungen, die vom Nutzer meist so nicht toleriert werden.
Die Verlegung:
Der Untergrund ist unter Berücksichtigung der VOB, Teil C, DIN 18365 bzw. der jeweils gültigen Normen für “Bodenbelagsarbeiten“, den allgemein anerkannten Regeln des Fachs und gem. des Standes der Technik zu prüfen und vorzubereiten. Er muss unter anderem rissfrei, sauber, zug-/druckfest und dauerhaft trocken sein. Zu beachten sind je nach Konstruktionsart des Untergrundes die zulässige Restfeuchte und eine evtl. notwendige Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit.
Saugfähige und ebene Oberflächen sind die Vorraussetzung für eine ordnungsgemäße Verlegung. Für die Aufnahme von Designbelägen wird meist eine mindestens 2,0 mm dicke Spachtelung vorgeschrieben.